Ver-Führung zwecklos: Kluge Selbstführung (1)

(Teil 1 von 3)

Selbstwahrnehmung

Wer sich selbst nicht führen kann, ist meist damit beschäftigt anderen hinterher zu laufen. Leider merken Menschen oft lange Zeit nicht, dass sie genau das tun. Kämpfen, durchhalten, vergleichen, stark sein, nicht aufgeben oder andere vor sich stellen, ist häufig die (unbewusste) Strategie, und lässt das Wesentliche übersehen: Eine selbstbestimmte Lebensführung.

Macht es Sinn, die eigenen Bedürfnisse, für Ziele anderer, hinten anzustellen?

Der Tatendrang zur Hilfsbereitschaft ist wunderbar, doch immer öfter ist zu erkennen, dass in diesem Verhalten mangelnder Selbstwert zufriedengestellt werden möchte. Vorsicht! Vollkommen unbewusst rückt das Wohl der anderen stark in den Vordergrund während man selbst auf Multifunktion schaltet.

In diesem Verhalten verzichtest du auf eigene Erfolge, weil du andere(s) größer, wertvoller, wichtiger machst als dich selbst.

Solche Erfahrungen sind wertvoll, denn sie zeigen Chancen auf und machen Potential für Wachstum, Veränderung, Erfolg sichtbar. Fördere dein Können, solche Begebenheiten einfacher und schneller zu erkennen, damit du zukünftig mehr Chancen ergreifen kannst. Gib dich nicht mit weniger zufrieden und lass dich nicht von Meinungen anderer ver-führen.

Du bist was du bist und wo du bist, weil du entschieden hast dort so zu sein.

Kluge Selbstführung bedeutet sich selbst in jeder Situation zu erkennen; sich spüren, angemessen kontrollieren und entsprechend klug führen zu können.

Wer seine Selbstwahrnehmung nicht entwickelt, lässt sich vielfach auf das Bild von anderen ein! Haben wir hingegen eine gute Wahrnehmung unseres Selbst, ist die Meinung anderer einfach nur eine Sichtweise und kein Gesetz mehr.

Mache dir dein eigenes Bild, bevor dir andere ihre Version geben.

Du bist täglich zahlreicher, fremder (Ver-)Führung ausgesetzt. Lerne den Unterschied eigener und fremder Wahrnehmung erkennen. Wem das nicht gelingt, plagt sich mit Schuldgefühlen, fremder Erwartungshaltung, Unsicherheit, Selbstzweifel, Energieverlust, Konzentrationsschwäche, Fehlentscheidungen … uvm. Persönlich erwünschte Erfolge werden genau dadurch oft verhindert.

Wer sich selbst besser wahrnehmen kann – vor allem wertschätzt – fällt weniger leicht auf fremde Verführung rein.

Als ersten Schritt solltest du deine Wahrnehmung verfeinern. Diese wird nur allzu oft sehr vernachlässigt. Der Wert dieser ist vielen nicht bewusst: Unsere Wahrnehmung macht uns aus. Sie ist der Ursprung unseres Handelns. Wenn wir Veränderung im Leben wünschen – egal in welchem Bereich – ist der Anfang beim Prüfen der eigenen Wahrnehmung.

Damit du dich bewusst wahrnehmen kannst, brauchst du Konzentration auf dich selbst und dabei hilft Ruhe, um der inneren Stimme Gehör zu verschaffen. (Die vielen äußeren Einflüsse und Ablenkungen machen genau das zu einer Herausforderung.)

Einfache Entspannungsübungen aus dem Mentaltraining helfen dir, dich in wenigen Minuten in einen ruhigen Zustand zu bringen. Hier ein Beispiel:

Eine absichtl!ch einfache Entspannungsübung:

lege dich mit dem Rücken auf den Boden

die Beine liegen nebeneinander

die Arme liegen neben deinem Körper

du schließt die Augen und lässt einfach mal alle Gedanken freien Lauf …

lenke nun deine Aufmerksamkeit auf deine Atmung

und lege deine Hände auf deinen Bauch

atme nun tief durch die Nase ein – dein Bauch hebt sich

und atme durch den Mund wieder aus – dein Bauch senkt sich

lass dir dafür Zeit und konzentriere dich auf deine Atmung

beobachte wie diese tiefer und tiefer wird

spüre wie sich dein Körper dabei immer mehr entspannt, wohlfühlt und regeneriert …

Diese einfache Atemübung lässt sich auch sehr gut mit Affirmationen verbinden. Nach 3 Minuten Fokus auf die Atmung kannst du mit Affirmationen beginnen, welche du dir beim Einatmen denkst zB ‘ich bin wertvoll’. Hier wird bereits ein wenig Selbstführung gefordert, denn du bist selbst dafür verantwortlich, dir diese Zeit zum Üben zu organisieren.

Bringe deinen Geist und Körper in Entspannung: Täglich (!) für mindestens 5 bis 10 Minuten mit Hilfe von Atemübung, Meditation oder geführten Audioreisen. Probiere Verschiedenes aus und finde das, dass dir im Moment am meisten zusagt. Lass es zu einer neuen Gewohnheit werden.

Eine Gewohnheit, die dich gesünder, fitter, glücklicher, erfolgreicher machen wird!

Was nimmst du um dich wahr?

Wer sein Bewusstsein für sich schärft, bekommt auch mehr Bewusstsein für sein Umfeld. Dadurch wird es möglich, unangenehme Situationen früher zu erkennen, was wiederum für mehr innere Ruhe (Fokussiertheit) sorgt, was dir schlussendlich erleichtert, gute Chancen und Lösungen schneller zu erkennen.

Hier ein paar Verführer beim Trainieren deiner Selbstwahrnehmung:

  • viele Termine als Rechtfertigung für ‘keine Zeit’ oder ‘heute nicht, ab morgen …’
  • Erwartungen/Ziele anderer verfolgen, aufgrund fehlendem Selbstvertrauen
  • die Probleme anderer lösen für erhoffte Anerkennung und einem Gefühl der Zugehörigkeit
  • geringes Selbstwertgefühl

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